Samstag, 24. Januar 2009

Der Siegeszug der 140 Zeichen

Twitter - wer sich jetzt immer noch fragt, was sich hinter diesem Ausdruck verbirgt, hat was verpasst. Der Mircoblogging-Dienst hat sich in den letzten Wochen und Monaten zu einer echten Killerapplikation entwickelt. Sogar in die Tagesschau hat Twitter es kürzlich geschafft.

Kaum ein Bereich des täglichen Lebens kann sich dem "Gezwitscher" noch entziehen - die hessische Landtagswahl hat sich für den geneigten Twitteruser ebenso in 140 Zeichen abgespielt wie die erste Nachricht über die Notwasserung eines Flugzeugs im Hudson River am 15. Januar.

Im Jahr 2006 wurde das Startup mit Sitz in Kalifornien gegründet, inzwischen sind mehrere Millionen Menschen aktiv und schicken ihre Statusupdates per Web oder Handy an ihre Follower.

Anfangs belächelt, ist Twitter zu einem ernsthaften Werkzeug geworden - und das nicht nur zur Kommunikation. Auf der mbc09, einer Mircoblogging-Konferenz, wird über Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung im Marketing oder sogar im Journalismus diskutiert.
Und nicht nur mein Arbeitgeber DASDING twittert inzwischen (aufgrund einer Initiative von meinem Kollegen Philipp Ost und mir), auch viele andere Radiostationen, Verlage und Redaktionen haben Twitter kennen und schätzen gelernt.
Die Entwicklung der Follower-Zahlen (also der Anzahl der Leute, die die eigenen Nachrichten abonniert haben) bei DASDING zeigt mir, dass diese Initiative richtig war.
Auch die anfängliche Haltung, einfach die RSS-Feeds automatisch zu twittern, ist (Gott sei Dank!) inzwischen gekippt. Denn wer Twitter verstanden hat, nutzt es als eigenen Kommunikationkanal - sicherlich kann es auch als Multiplikator genutzt werden, wird es auch oft genug. Aber Mehrwert entsteht nur da, wo man auch bereit ist, Mehrwert zu bieten.

Dazu gehören aus meiner Sicht die kleinen feinen Informationen, die man weder im Radio noch auf dasding.de bekommt - weil sie nicht fürs Programm gemacht sind, sondern genau dadurch entstehen. Diese Nachrichten dürfen auch gerne mal eine eigene Meinung enthalten, witzig oder zynisch sein. Denn sie machen DASDING menschlich, zeigen, wer hinter den Radiomachern steckt.

Für DASDING ist das Ende der Twitter-Fahnenstange aus meiner Sicht noch nicht erreicht. Völlig zurecht hat die Web2.0 Applikation es kürzlich auch ins Radioprogramm geschafft und entwickelt sich auch immer mehr zum Rückkanal für den Hörer, der schnell und kompetent Antwort bekommt.

Ziemlich gut für einen Dienst, der den SWR nichts kostet und mit äußerst geringem Zeitaufwand von einigen Redakteuren einfach nebenher betrieben wird, oder?

UPDATE: Das sagen die Besucher der Mmbc über Twitter:

Link: Was ist Microblogging?


Donnerstag, 22. Januar 2009

Lustige Kantinenspielchen

Es galt, die Zeit zwischen dem Essen und dem Espresso zu überbrücken. Mein Kollege Simon hat echtes Talent bewiesen und ein Kantinenschiff gebaut. Und so segelten wir durch die Mittagspause:


Foto: Simon Meier

Dienstag, 13. Januar 2009

Tagesschau auf Schwäbisch

Das SWR Fernsehen hat am Sonntag abend einen echten GAU simuliert: die Welt auf schwäbisch. Hinter der Sendung steckte Dominik Kuhn, der auch für so dolle Videos wie das "Virale Marketing im Todesstern Stuttgart" verantwortlich ist.

Als Exil-Hesse kann ich mich ja über alle Dialekte hier im Bundesland meiner universitären Bildung nur amüsieren - aber das ist großes Tennis. Einen schicken Ausschnitt gibt's bei Youtube:



UPDATE: Bei dasding.de gibt's insgesamt 4 Videos aus der Sendung im SWR Fernsehen.

Samstag, 10. Januar 2009

Schäfer-Gümbel im Twitter-Interview

Der Spitzenkandidat der Hessen-SPD für die Landtagswahl nächste Woche, Thorsten Schäfer-Gümbel, hat sich für ein Twitter-Interview mit "Alpha-Blogger" Robert Basic zur Verfügung gestellt.
Erwartungsgemäß kamen da keine politischen Neuigkeiten ans Tageslicht, aber ich finde es gut und vorblidlich von tsghessen, wie Schäfer-Gümbel bei Twitter heißt, dass es er sich darauf eingelassen hat.
Das Interview nebst aller Reaktionen (und das sind einige!) kann man bei Twitter unter dem Hashtag #tsg nochmal nachlesen.

UPDATE: Zum Thema twitterende Wahlkämpfer hat hr-online einen lesenwerten Artikel veröffentlicht

UPDATE 2: Ein sehr guter Artikel und eine noch bessere Diskussion zum Thema TSG und Social Media findet sich bei Johannes Kleske.

Freitag, 9. Januar 2009

Eisplanet Hooth

Es ist so verdammt kalt in Baden-Baden... Mein Auto überlegt sich im Moment spontan (trotz Garagenstellplatz!), ob es anspringt und beim Fahren begleitet mich die latente Angst, meine Hand aufgrund einer zentimeterdicken Eisschicht am Fahrtende nicht mehr vom Lenkrad nehmen zu können. Die Strecke bis zum SWR reicht nämlich nicht, um die Heizung auf Touren zu bringen.

Tja, ein echtes Luxuxproblem :) Und auch als großer Winterfan muss ich sagen: lieber nehme ich Schnee und -3 Grad als Sonne und -15 Grad.

So, und demnächst blogge ich auch mal wieder was sinnvolles :D
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Über mich

Patrick Schneider
Furtwangen, Schwarzwald, Germany
Ich bin... ...ein absolut talentfreier Fußballer, aber mit Begeisterung dabei. Daher bin ich Schiedsrichter geworden :) Das bracht mir meinen Spitznamen ein: Schiri. ...sehr engagiert in Vereinen und Verbänden, hauptsächlich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit online. Meist aber irgendwie auch als Mädchen für alles. ...sehr lustig, wobei mein Humor eine würzige, aber gehörige Portion Zynismus und Sarkasmus aufweist ^^ ...keiner, der in Glas spuckt - aber auch einer, der beim Auf- und Abbau da ist. ...grundsätzlich erstmal für jeden Scheiß zu haben!
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